Mitteldeutsch Zeitung, 17.Juni 2026

Mit vielen Gästen hat die Freiwillige Feuerwehr Mehringen ihr 130-jähriges Bestehen gefeiert. Im Mittelpunkt standen vor allem die Nachwuchsarbeit und der starke Zusammenhalt im Ort.

Landrat Markus Bauer überbringt die Ehrenurkunde an Nino Kersten (re.) und Ortswehrleiter Martin Bork. Auch Ascherslebens Oberbürgermeister Steffen Amme (links) gehört zu den Gratulanten. FOTO: NORMAN BARON

Von Claudia Baron

Mehringen/MZ. Mehringen stand am Wochenende ganz im Zeichen des Blaulichts: Mit einem Festumzug, zahlreichen Gästen und bester Stimmung feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr 130-jähriges Bestehen. Ein farbenprächtiger Korso aus modernen und historischen Feuerwehrfahrzeugen sowie Kameradinnen und Kameraden in historischen Uniformen zog am Sonnabend durch die Straßen des Ortes.

Den Auftakt bildete ein feierlicher Festakt, bei dem vor allem der langjährige ehrenamtliche Einsatz der Feuerwehrleute gewürdigt wurde. Zu den Gratulanten gehörte auch Ascherslebens Oberbürgermeister Steffen Amme. Er hob die Bedeutung des Ehrenamtes hervor und würdigte die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrkräfte.

Baustein Nachwuchs


„130 Jahre Freiwillige Feuerwehr stehen für Zusammenhalt, Verantwortung und Einsatzbereitschaft. Die Kameradinnen und Kameraden sind da, wenn Hilfe gebraucht wird – oft zu Zeiten, in denen andere ihre Freizeit genießen. Darauf können die Bürgerinnen und Bürger stolz sein“, sagte Amme.

Besonders erfreulich sei die starke Nachwuchsarbeit in Mehringen. Dies habe sich auch beim Stadtjugendzeltlager gezeigt. Dort habe unter anderem Stadtjugendsprecher Oskar Runge die Bedeutung des Engagements junger Menschen für die Zukunft der Feuerwehr unterstrichen.

Für Begeisterung sorgten anschließend die Kinder der örtlichen Kita. Mit einem schwungvollen Programm brachten sie die Besucher zum Mitsingen und Mitmachen. Spätestens beim Lied „Gute Laune einfach überall“ war die Stimmung auf dem Festplatz ausgelassen.

Spiel, Spaß und Begegnung


Auch für die jüngsten Gäste wurde einiges geboten. Neben einer Hüpfburg konnten sich die Kinder schminken lassen und an verschiedenen Mitmachangeboten teilnehmen.

Großen Zuspruch fand zudem das Kuchenbuffet der Mehringer Sportfrauen. Zahlreiche hausgemachte Torten und Kuchen luden zum gemütlichen Kaffeetrinken ein. Darüber hinaus sorgten herzhafte Speisen und Getränke für das leibliche Wohl der Besucher.

Mehringens Bürgermeisterin Annika Fügner-Meier überbringt ein kleines Geschenk, Ortswehrleiter Martin Bork nimmt es dankend entgegen. FOTO: N. BARON

Ortsbürgermeisterin Annika Fügner-Meier betonte die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und den Vereinen des Ortes. Besonders erfreut zeigte sie sich über die Gründung des Fördervereins im vergangenen Jahr. „Die Feuerwehr unterstützt seit vielen Jahren das Vereinsleben in Mehringen. Ob beim Bus-Trecking oder bei der Absicherung des Kinderfackelumzuges – auf die Kameradinnen und Kameraden ist immer Verlass“, sagte sie.

Für Ortswehrleiter Martin Bork ist die Feuerwehr weit mehr als eine Einsatzorganisation. „Kameradschaft, gegenseitige Hilfe und die Gewissheit, dass im Notfall sofort Unterstützung kommt, machen unsere Feuerwehr aus. Dieses Gemeinschaftsgefühl ist der Grund, warum wir das Jubiläum gemeinsam mit dem ganzen Ort feiern wollten“, erklärte Bork.

Besonders stolz sei die Wehr auf ihre Kinder- und Jugendfeuerwehr. Obwohl zeitgleich das Stadtzeltlager stattfand, entschieden sich viele Nachwuchsretter dafür, das Jubiläum mitzugestalten. Gemeinsam organisierten sie verschiedene Mitmachstationen für die Besucher. Wie tief die Feuerwehr im Ort verwurzelt ist, zeigt nach Worten Borks die Familie Pupke. Bereits sechs Generationen hätten dort Dienst in der Feuerwehr geleistet.

Förderverein unterstützt


Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Mehringen wurde am 8. Oktober 2025 gegründet. Sein Ziel ist es, die Arbeit der Wehr finanziell und organisatorisch zu unterstützen. „Wir fördern die Feuerwehr bei Anschaffungen, die über die reguläre Ausstattung hinausgehen, und unterstützen besonders die Kinder- und Jugendfeuerwehr“, erläuterte Vereinsvorsitzender Sebastian Pupke.

Im vergangenen Jahr konnten unter anderem eine Wärmebildkamera sowie ein mobiler Defibrillator angeschafft werden. Zudem tritt der Förderverein als Veranstalter verschiedener Traditionen im Ort auf, darunter das Osterfeuer und der Weihnachtsmarkt.

Den Abschluss des Jubiläums bildete eine große Feier im Festzelt. DJ Jens Wuwer sorgte für die musikalische Unterhaltung, viele Gäste nutzten die Gelegenheit zum Tanzen, Feiern und gemeinsamen Erinnern.