Mitteldeutsche Zeitung,19.12.2025

Der FSV Drohndorf-Mehringen stellt Weichen für die Rückrunde: Der bisherige Co-Trainer Thomas Hollas wird neuer Chef. Normen Freisdorf-Apel wechselt in die Landesklasse.

Normen Freisdorf-Apel (r.) wechselt zum FC Hettstedt, den Posten als Trainer beim FSV Drohndorf wird Thomas Hollas (links) übernehmen. FOTO: T. TOBIS

Von Ingo Gutsche

Drohndorf/mz. Beim FSV Drohndorf-Mehringen stehen zur Jahreswende personelle Veränderungen an der Seitenlinie an. Trainer Normen Freisdorf-Apel wird den Verein zum 1. Januar verlassen und sich einer neuen Aufgabe widmen. Den 40-Jährigen zieht es zum Landesklasse-Vertreter FC Hettstedt, den er bereits in der Vergangenheit betreut hat. Beim FSV übernimmt ab dem Jahresbeginn der bisherige Co-Trainer Thomas Hollas das Amt des Cheftrainers. Unterstützt wird er künftig von Jörg Burghardt.

Freisdorf-Apel verabschiedete sich bereits von der Mannschaft und wünschte ihr für die Rückrunde maximalen Erfolg. Seit der Saison 2023/24 stand er beim FSV Drohndorf-Mehringen an der Seitenlinie – und das äußerst erfolgreich. Unter seiner Ägide stieg das Team am Ende der Saison 2024 als Meister der Salzlandliga in die Fußball-Landesklasse auf. Dort konnte der FSV zwar einige etablierte Mannschaften ärgern, den direkten Wiederabstieg jedoch nicht verhindern. In der laufenden Spielzeit ist Drohndorf-Mehringen wieder Salzlandligist und überwintert nach der Hinrunde auf einem respektablen fünften Tabellenplatz.

Einen besonderen Abschluss erlebte Freisdorf-Apel am 7. Dezember. Im Derby gegen Rotation Aschersleben setzte sich der FSV mit 3:2 durch – ein emotionaler und sportlich wertvoller Erfolg in seinem (vorerst) letzten Spiel als Trainer der Mehringer. „Es war eine super Zeit“, blickt der 40-Jährige auf die vergangenen zweieinhalb Jahre zurück. Ganz verabschiedet er sich vom Verein jedoch nicht: „So ganz gehe ich aber nicht. Da ich weiterhin im Vorstand tätig bin.“ Auch dem restlichen Vorstand sprach er seinen Dank aus, dass man ihm bei einem adäquaten Angebot keine Steine in den Weg gelegt habe. Seine neue Aufgabe übernimmt Freisdorf-Apel nur wenige Kilometer südlich in Hettstedt. Der FC, der in der Landesklasse 5 spielt, war auf der Suche nach einem neuen Coach für die erste Männermannschaft, die aktuell Rang acht und damit einen Mittelfeldplatz belegt. „Das war ein wachsender Prozess. Das habe ich nicht von heute auf morgen entschieden. Das Interesse von Hettstedt besteht schon länger“, erklärt Freisdorf-Apel, der bereits von der Saison 2019/20 bis zum Ende der Saison 2022/23 beim FCH als Trainer arbeitete und mit ihm in die Landesklasse aufstieg.

Beim FSV setzt man derweil auf Kontinuität. Mit Thomas Hollas rückt ein Trainer nach, der die Mannschaft bestens kennt. Der 38-Jährige ist seit vier Jahren als Co-Trainer tätig und schnürte selbst lange Zeit für den Verein die Fußballschuhe. Zuvor spielte er unter anderem bei Lok und Rotation Aschersleben. „2010 bin ich nach Mehringen gewechselt“, erinnert sich Hollas, der sich auf die neue Herausforderung freut. Große Unterstützung erfährt er dabei von Jörg Burghardt: „Aufgrund seiner Erfahrung ist er sehr wertvoll für mich und das Team. Ich bin sehr dankbar, dass er das mit mir hier begleitet.“

Die Ziele für die Rückrunde sind klar formuliert. „Wir wollen eine bessere Rückrunde als die Hinserie spielen und uns unter den Top drei oder Top vier etablieren“, so Hollas. Kontinuität gibt es auch im Betreuerstab: Torwarttrainer Stefan Krüger sowie Mannschaftsbetreuer Marko Hohmann bleiben dem Team erhalten.

Neben mehreren Hallenturnieren hat der FSV bereits einige Testspiele zur Vorbereitung auf die Rückserie vereinbart, unter anderem gegen den FC Hettstedt und Eintracht Peißen. Bis dahin genießen die Kicker um Kapitän Patrick Beyer jedoch erst einmal die fußballfreie Zeit.