Gänsehaut bei Mehringens Ortschefin
Mitteldeutsche Zeitung, 16. Januar 2026
Was sie beeindruckte und welche Aufgaben sie dieses Jahr sieht.
Von Detlef Anders
Mehringen/MZ. In einem Jahresinterview spricht Mehringens Ortsbürgermeisterin Annika Fügner-Meier über Wünsche für den Ascherslebener Ortsteil, um den Ort voranzubringen, bevorstehende Projekte und die Highlights von 2025.
Mit welchen Wünschen und Plänen für Mehringen blicken Sie auf 2026?
Annika Fügner-Meier: Ich wünsche mir weiterhin, ein so schönes Dorfleben mit unseren Mehringern zu gestalten. Alles, was wir bisher gemeinsam geplant und angepackt haben, ist sehr gut umgesetzt worden. Daran möchte ich weiterarbeiten. Wir wollen Wünsche und Pläne gestalten und unseren Zusammenhalt stärken. Bei so manch einer Aktion im Ort wird wieder die tatkräftige Unterstützung unserer Mitbürger benötigt. Ich weiß, darauf kann ich zählen.
Was für Herausforderungen und Baustellen 2026 werden auf Mehringen zukommen?
Die größte Herausforderung wird unser Projekt „Ein neues Dorfgemeinschaftshaus für Mehringen“ in der Kirchstraße 5 sein. Dank der erfolgreichen Crowdfunding-Aktion des Kultur- und Heimatvereines in Zusammenarbeit mit der Salzlandsparkasse und der Stadt Aschersleben wird die Projektidee Wirklichkeit. Zeitnah soll der Antrag für die Fördermittel bei der Investitionsbank gestellt werden. Ziel ist, ab Mai mit den Bauarbeiten zu beginnen. In der St. Stephani-Kirche wird der Glockenturm saniert. Mit Fördermitteln kann zur Werterhaltung beigetragen werden. Im Frühjahr werden die Bauarbeiten beginnen. Wichtig ist es, den Schulstandort zu erhalten. Mit der Kita Kunterbunt und Grundschule wollen wir an diesem Alleinstellungsmerkmal festhalten und dafür Sorge tragen, diesen fortzuführen. Unsere Kinder sind unsere Zukunft.
Worauf freuen Sie sich im Jahr 2026 in Mehringen am meisten?
Auf die Zusammenarbeit mit unseren Vereinen und Gemeinschaften und die Veranstaltungen. Ob Second-Hand-Markt, Brückengang, Reitturnier, Heimatliches Schützenfest, Zwei-takt-Treffen, Bolzplatzturnier, unser Erntedankfest, offene Höfe zur Weihnachtszeit und den Weihnachtsmarkt – Mehringen sorgt für viel Unterhaltung und für die Pflege unserer dörflichen Gemeinschaft.
Was war Ihr persönlicher Höhepunkt oder Ihr schönstes Erlebnis in Mehringen im Jahr 2025 und warum?
Ein sehr schönes Erlebnis war unser 30. Erntedankfest, das wieder zahlreiche Besucher hatte. Ein Fest, das seines Gleichen sucht. Mein persönlicher Höhepunkt war die Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. An dem Bereisungstermin der Jury waren so viele Mehringer an der Organisation und Durchführung beteiligt. Dass sie unserem Aufruf so zahlreich gefolgt sind, das hat mich sehr berührt. Ich war so stolz, wie viele die Jury zum Abschluss auf der Insel in Empfang genommen haben. Da hatte ich eine Gänsehaut. All unsere Bemühungen wurden mit der Auszeichnung in Silber belohnt. Da können wir alle sehr stolz drauf sein. Ohne die große Unterstützung der Mehringer wäre dies nicht denkbar gewesen.
